Arbeitsgruppe Prof. Kuhn

Forschungsbereich von Dr. rer. nat. Stefan Küchemann

VorleXung (Videoanalyseaufgaben)

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „VorleXung“ untersuchen wir eine optimale Verknüpfung zwischen Vorlesung und Übungen durch eine Integration der Vorlesungsexperimente in die Übungsaufgaben. Bei der Integration der Experimente werden zwei verschiedene Vernetzungstypen verglichen: A) Traditionelle Aufgaben, die direkten Bezug auf das Experiment nehmen und B) Videoanalyse-Aufgaben, in denen Studierende ein Video eines Vorlesungsexperiments mit einem Videoanalyseprogramm (hier: „Tracker“) analysieren. Beide Aufgabentypen ähneln sich vom Umfang und Komplexität her.

Das Ziel von VorleXung ist, dass durch die engere Verzahnung von Übungen und Vorlesungen mit Hilfe digitaler Medien, eine höhere Kohärenz geschaffen und so ein besser vernetztes Wissen zwischen Konzepten und Vorlesungsexperimenten entwickelt wird.

VorleXung knüpft inhaltlich an das Vorgängerprojekt physics.move an und wurde bislang in der Vorlesung Experimentalphysik 1:Mechanik und Wärme im Sommersemester 2018 und im Wintersemester 2018/19 durchgeführt.

 

OpenPL

Das Projekt OpenPL (OpenLab) untersucht eine neue Form experimenteller Arbeit, in der Studierende völlig selbstständig experimentieren und eigenkonzipierte Experimente entwickeln können. Dadurch haben sie die Möglichkeit eigene Ideen zu verwirklichen, eigene Hypothesen und Argumente zu testen und Vorlesungsexperimente nachzumachen. Der offene Rahmen regt Studierende zu einem aktiven Austausch und Diskussionen mit Kommilitonen an. Einmal pro Woche wird den Studierenden für das OpenPL Projekt die Räume und Materialien des Demonstrationspraktikums der Physik zur Verfügung gestellt. Diese freie experimentelle Projektarbeit ist als Teil der Übungen in die Experimentalphysik 1 Vorlesung integriert.

Das OpenPL wurde bislang in die Vorlesung Experimentalphysik 1: Mechanik und Wärme im Sommersemester 2018 und im Wintersemester 2018/19 integriert.

 

Festkörperphysik (metallische Gläser)

Metallische Gläser besitzen im Vergleich zu kristallinen Metallen eine amorphe Struktur und durchlaufen einen Glasübergang bei erhöhten Temperaturen. Sie sind in der Regel Legierungen mehrerer metallischer und nichtmetallischer Komponenten. Durch die amorphe Struktur gibt es lokale Spannungen auf atomarer Ebene wodurch metallische Gläser sich außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichts befinden. Sie relaxieren daher kontinuierlich bei Raumtemperatur in Richtung des Gleichgewichts. Eine Manipulation der atomaren Struktur durch Anregung von Alterungs- oder Verjüngungsprozessen erlaubt eine systematische Änderung der makroskopischen Eigenschaften, welches metallische Gläser als herausragender Kandidat für spezielle industrielle Anwendungen macht.

 

 

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